GLOBAL MARSHALL PLAN

Lokalgruppe Stuttgart

 

 

für eine Welt in Balance

DIE GLOBAL MARSHALL PLAN INITIATIVE

 

 

Der Global Marshall Plan hat als Ziel eine „Welt in Balance“. Dies erfordert eine bessere Gestaltung der Globalisierung und der weltökonomischen Prozesse: eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft. Es geht um faire globale Rahmenbedingungen, eine nachhaltige Entwicklung, die Überwindung der Armut, den Schutz der Umwelt, Gerechtigkeit und in der Folge ein neues Weltwirtschaftswunder.

 

Der Global Marshall Plan umfasst insbesondere die folgenden fünf Kernziele:

- Die Millenniumsziele weiterentwickeln und umsetzen, über das Jahr 2015 hinaus

- Das 0,7%-Ziel verwirklichen und dadurch erforderliche zusätzliche Mittel verfügbar machen

(100 - 150 Mrd. US $ jährlich)

- Faire Besteuerung globaler Wertschöpfungsprozesse, insbesondere im Finanzsektor

- Faire globale Partnerschaft und wirksame Mittelverwendung - basisorientiert und transparent

- Einen mit Nachhaltigkeit kompatiblen Ordnungsrahmen für die Weltökonomie etablieren: Eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft

 

Warum brauchen wir einen Global Marshall Plan?

Weil die weltweiten Verhältnisse ein Skandal sind. Mit der weitgehend unregulierten Globalisierung und den völlig inakzeptablen Regelungen im Weltfinanzsystem gehen massive wachsende Armut, Hunger, Ressourcenkonflikte, Nord-Süd-Verteilungsfragen, zunehmende Migration, kulturelle Konflikte, Terror, Kriege, Umweltzerstörungen und eine Klimakatastrophe einher. Die heutigen Globalisierungsbedingungen haben negative Folgen für die überwiegende Mehrheit der Menschen - Nachhaltigkeit wird immer schwerer erreichbar, und diese Probleme können weder national noch international gelöst werden. Wir brauchen stattdessen ein verbessertes und verbindliches globales Rahmenwerk für die Weltwirtschaft, welches die ökonomischen Prozesse mit Umwelt, Gesellschaft und Kultur in Einklang bringt. Wachsendes globales Bewusstsein und damit verbundene gemeinsame Lernprozesse bilden die Basis für faire Verträge - im Geiste einer "Weltinnenpolitik". Erfahren Sie hier, wie Sie aktiv mithelfen können das Ziel "Eine Welt in Balance" zu erreichen.

 

Millenniumsziele und weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft

Der Global Marshall Plan betrachtet die Erreichung der Millenniumseziele der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2000, die von 191 Staaten unterzeichnet wurden, als einen wichtigen ersten Schritt. Viele Probleme haben sich jedoch inzwischen weiter verschärft - ein eklatantes Versagen der Weltgemeinschaft. Dies sollte umso mehr ein Ansporn dazu sein, die Ziele zu aktualisieren und zügig zu verwirklichen.

 

Die Millenniumsziele:

1. Extreme Armut und Hunger beseitigen

2. Grundschulbildung für alle Kinder gewährleisten

3. Gleichstellung der Frauen fördern

4. Kindersterblichkeit senken

5. Gesundheit der Mütter verbessern

6. HIV/Aids, Malaria und andere Krankheiten bekämpfen

7. Ökologische Nachhaltigkeit gewährleisten

8. Eine globale Partnerschaft für Entwicklung aufbauen

 

 

Zur Schaffung einer Welt in Balance wird eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft mit weltweit verbindlichen sozialen, ökologischen und kulturellen Standards angestrebt. Mit der schrittweisen Realisierung einer weltweiten Ökosozialen Marktwirtschaft soll ein mit Nachhaltigkeit kompatibler Ordnungsrahmen für die Weltwirtschaft etabliert und der globale Marktfundamentalismus überwunden werden. Funktionierende Global Governance-Strukturen brauchen Reformen bestehender Institutionen und Regelwerke (z.B. Vereinte Nationen, Welthandelsorganisation und Weltfinanzsektor) sowie deren kohärente Verknüpfung zu einem funktionierenden Ganzen.

 

Finanzierung

Neben der seit Jahrzehnten anvisierten Bereitstellung der von den UN-Mitgliedsstaaten versprochenen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit, der Herstellung fairer Wettbewerbsbedingungen im Agrarsektor, der Etablierung einer besseren Zusammenarbeit zwischen Nord und Süd in diesem Bereich sowie vernünftigen Methoden der Entschuldung finanziell armer und ärmster Länder, setzt der Global Marshall Plan auf neue Finanzierungsquellen, die sich aus globalen Wertschöpfungsprozessen speisen und somit weder die nationalen Haushalte belasten noch Wettbewerbsverzerrungen verursachen. Mögliche Finanzierungsmechanismen sind eine Terra-Abgabe auf den Welthandel, eine Abgabe auf Welt-Finanztransaktionen, der Handel mit gleichen CO2-Emissionsrechten pro Kopf, eine Kerosinsteuer oder Sonderziehungsrechte beim Internationalen Währungsfonds (IWF).

 

Mittelverwendung

Ein effektiver Mitteleinsatz für selbstbestimmte Entwicklungswege ist der vielleicht schwierigste Aspekt eines Global Marshall Plan. Die Förderung von Good Governance, Subsidiarität, Regionalität, Bildung, die Bekämpfung von Korruption sowie koordinierter und basisorientierter Formen der Mittelverwendung, werden als entscheidend für eine selbstgesteuerte Entwicklung angesehen. Konkrete Beispiele sind Mikrofinanzierung, erneuerbare Energien und die Zusammenarbeit mit einheimischen Entwicklungshelfern.

 

Die Rolle der Global Marshall Plan Foundation

Vertreter/-innen aus Wissenschaft, Politik, Medien, Kultur, Wirtschaft und NGOs schlossen sich 2003 zusammen und starteten die Global Marshall Plan Initiative, um einen Beitrag gegen die immer bedrohlicher werdende Schieflage in der Entwicklung der Menschheit zu leisten.

 

Die Global Marshall Plan Foundation koordiniert den Aufbau der gleichnamigen Initiative, die mittlerweile aus einem Netzwerk von über hundert Organisationen sowie zahlreichen Bundesländern und Gemeinden besteht. Erfahren Sie mehr über die Global Marshall Plan Initiative und darüber, was Sie als Individuum für eine Welt in Balance tun können.

 

 

Quelle: www.globalmarshallplan.org